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Elterninformation Notbetreuung

Vorläufige Informationen zur weiteren Schließung der Betreuungseinrichtungen und der Anpassung der Richtlinien für die Notbetreuung

An alle Eltern von Kindern in Krippen, Kindergärten und der Grundschulbetreuung

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Eltern,

in der vergangenen Woche (am Freitag, den 17.April 2020) hat die Landesregierung nach Beratungen auf Bundesebene eine Anpassung der Maßnahmen zur Eindämmung und Verlangsamung des Coronavirus beschlossen. Wichtigste Information im Bereich der Kinderbetreuung war, dass dieEinrichtungen bis auf weiteres geschlossen bleiben.

In den vergangenen Tagen wurde im baden-württembergischen Kultusministerium an einer Anpassung der Regelungen und Richtlinien für die Notbetreuung in den Kinderkrippen, Kindergärten und der Grundschulbetreuung gearbeitet.

Nun wurde der Entwurf vorgestellt. Der Entwurf wird noch durch eine endgültige Verordnung ersetzt werden. Wir haben noch keine Information wann die endgültige Regelung veröffentlicht wird, wollen Sie aber trotzdem über den aktuellen Stand informieren. Alle Informationen in diesem Schreiben sind vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung des Landes und müssen gegebenenfalls noch verändert werden.

Im Entwurf haben sich weitreichende Änderungen ergeben. So können nun beispielsweise auch alle Familien die Notbetreuung nutzen, in denen beide Erziehungsberechtigte bzw. der/die Alleinerziehende eine Präsenzpflicht an der Arbeitsstelle haben und dies durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers nachweisen. Genaue Informationen sowie das Formular zur Geltendmachung eines Anspruchs auf Notebtreuung finden Sie im Bereich Formulare.

Generell steht der Gesundheits- und Infektionsschutz auch unter den Anpassungen der Corona-Verordnung an oberster Stelle. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, dass der Betrieb in den Einrichtungen wirklich eine Notbetreuung mit deutlich herabgesetzter Betreuungskapazität ausschließlich für bedürftige Familien bleibt und selbstverständlich unter hohen Infektionsschutzmaßnahmen stattfindet.  Da wir nur mit der halben üblichen Gruppengröße arbeiten dürfen kann es sein, dass wir nicht jeden Bedarf erfüllen können. Familien, bei denen beide oder einer der Erziehungsberechtigten im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet, haben hier weiterhin Vorrang. Für alle anderen gilt die Reihenfolge nach Eingang des vollständigen Antrags mit Arbeitgeberbescheinigung in Schriftform bei der Gemeinde Gärtringen. Sollten die Anträge die zur Verfügung stehenden Kapazitäten überschreiten wird nach Vorgaben des Kultusministeriums vorgegangen. Vorrang bei der Betreuung haben dann 1) Familien, in den mind. ein Elternteil in kritischer Infrastruktur tätig ist, 2) Kinder, für die der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe feststellt, dass die Teilnahme an der Notbetreuung zur Gewährleistung des Kindeswohls erforderlich ist sowie 3) Kinder von Alleinerziehenden. Sollten bei gleichzeitigem Eingang immer noch zu wenig Kapazitäten vorhanden sein entscheidet das Los.

Um die Ausbreitung des Coronavirus weiterhin auf niedrigem Niveau zu halten und so dafür zu sorgen, dass unser Gesundheitssystem auch weiterhin nicht überlastet wird, appellieren wir deshalb an alle Familien abzuwägen, ob eine Notbetreuung wirklich benötigt wird!

Alle Familien die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen und ein Mittagessen für Ihr Kind wünschen bzw. benötigen buchen wie gewohnt die Essen mit den üblichen Fristen über das MensaMax-Portal.

Alle anderen Familien müssen nichts tun, das Sachgebiet Bildung und Betreuung kümmert sich darum, dass bis zum Ende der Schließung der Betreuungseinrichtungen alle Essen storniert werden.

Bis auf weiteres können wir auf Grund der Maßnahmen der Landesregierung auch keine neuen Kinder in unsere Einrichtungen aufnehmen. Wir werden alle betroffenen Familien so zeitnah wie möglich mit Details zu neuen Aufnahmeterminen und zum Ablauf der Eingewöhnungsphase versorgen. Sollte bei Ihnen bzw. Ihrem Kind die Aufnahme in Krippe oder Kindergarten anstehen bzw. hätte diese in den vergangenen Wochen erfolgen sollen und Sie eine Notbetreuung dringend benötigen, bitten wir Sie mit dem Sachgebiet Bildung und Betreuung in Kontakt zu treten. Wir werden für diese Fälle versuchen individuelle Lösungen finden. Bitte bedenken Sie aber in diesen Fällen ganz besonders, dass eine Eingewöhnung im Moment sowohl für Sie als auch für Ihr Kind deutlich anstrengender und anders ist als üblich und ggf. auch ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Die Gebühren für den Monat Mai werden wie angekündigt bis auf weiteres ausgesetzt und wir kommen in Kürze mit einer finalen Entscheidung über die Erhebung oder den Erlass der Gebühren auf Sie zu. Hierzu müssen wir weitere Entscheidungen auf Landes- bzw. auf Landkreisebene abwarten.

Für Familien, welche von der Notbetreuung Gebrauch machen, wird es nicht möglich sein, die Notbetreuung weiterhin kostenlos anzubieten. Über die Höhe der Gebühren werden wir Sie schnellstmöglich informieren.

Wir alle sind uns bewusst, dass die Verlängerung der Schließung der Kinderbetreuungseinrichtungen für Sie als Familie und für jeden Einzelnen, Eltern und Kinder, eine große Herausforderung darstellt. Bereits in den vergangenen Wochen haben Sie mit der durchgehenden Betreuung Ihrer Kinder viel geleistet und damit alle einen Beitrag dazu geleistet die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen. Falls Sie diese Situation an Ihre Grenzen bringt und Sie Unterstützung und Beratung benötigen, möchten wir Sie gerne ermuntern von vorhandenen Angeboten Gebrauch zu machen.

Für allgemeine Informationen stehen wir vom Sachgebiet Bildung und Betreuung sowie unsere Kolleg*innen in der Verwaltung Ihnen gerne weiterhin zu den üblichen Öffnungszeiten per Telefon oder E-Mail zur Verfügung.

Sollten Sie weitere oder konkretere Fragen haben können Sie gerne die folgenden Ansprechpartner*innen kontaktieren:

Allgemeines Familien- und Jugendtelefon der psychologischen Beratungsstellen im Landkreis

Bereich Herrenberg: 07031/663-2420

Mail: beratungsstelle-herrenberg@lrabb.de

Elterntelefon Nummer gegen Kummer: 0800 / 11 10 550

Familie am Start bietet Ihnen einen Überblick über Unterstützungsangebote und Beratung unter:www.familie-am-start.de

Anonyme und kostenfreie Beratung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. unter: www.bke-elternberatung.de.

Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt: 07031/663-1331

Thamar Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt: 07031 / 22 20 66

Auch wenn Ihnen allen die physische Distanz durch die Kontaktsperre und die weiter geltende Schließung der Kinderbetreuungseinrichtungen auch in den kommenden Tagen und Wochen weiterhin viel Kraft und Geduld abringen, möchten wir Ihnen sagen, dass wir an Sie denken und für Sie da sind. Auch unser pädagogisches Personal in den Einrichtungen arbeitet weiter und wird weiterhin in Kontakt mit Ihnen bleiben. Denn auch wenn dies nur aus der Ferne geht, ist es uns ein großes Anliegen mit Ihnen und Ihren Kindern in Verbindung zu bleiben.

Lassen Sie uns auch weiterhin trotz der physischen Distanz zusammen durch diese besondere Zeit gehen, uns gegenseitig unterstützen und so auch das Hauptziel schaffen – die Verlangsamung der Corona-Infektion und die Aufrechterhaltung unseres Gesundheitssystems.

Wir senden Ihnen herzliche Grüße und wünschen für die kommende Zeit alles Gute und viel Gesundheit.

Ihr Sachgebiet Bildung und Betreuung

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